Tafel Westerwald

Lebensmittel retten - Menschen helfen

 

 

Tafel Westerwald seit nunmehr 10 Jahren für bedürftige Menschen der Verbandsgemeinde Selters im Einsatz 

 

 

Am 13. März  2007 wurden im ehemaligen Schullandheim in der Schönen Aussicht Herschbach  erstmalig Tafellebensmittel ausgegeben. Seitdem ist die Tafel Westerwald in Trägerschaft des Diakonischen Werkes aus dem sozialen Netzwerk der Verbandsgemeinde Selters kaum noch weg zu denken. Seit 10 Jahren können Menschen in finanziell schwierigen Verhältnissen jede Woche Lebensmittel erhalten, die bei den örtlichen Geschäften zwar überflüssig, aber noch einwandfrei sind und die ohne Tafel vernichtet würden. Wären da eben nicht die Frauen und Männer, die in jeder Woche dafür sorgen, dass genau dies nicht passiert. Mit großem Engagement setzen sich seitdem dafür ein, dass Brot und Brötchen, Obst und Gemüse, Wurst und Käse, Yoghurt oder Quark nicht im Müllcontainer landen, sondern an Menschen weitergegeben werden, denen diese Lebensmittel eine große Erleichterung in ihrem Alltag bedeuten: An alte und kranke Menschen, an Menschen, die arbeitslos sind, an Familien mit Kindern oder alleinerziehende Mütter, an Flüchtlinge und an Menschen, die im Niedriglohnsektor arbeiten.

 

Die Existenz von Tafeln in Deutschland ist kein Grund zum Feiern. Basiert ihr Bestehen doch auf zwei gesellschaftlichen Missständen, die man nicht feiern möchte: der enorm großen Lebensmittelvernichtung und einer hohen Anzahl von Menschen, die in finanziell bedrückenden Verhältnissen leben und arm sind. 

Trotzdem hat das Diakonische Werk Westerwald alle ehrenamtlich Mitarbeitenden sowie die langjährigen Kooperationspartner am 29. März zu einer Feierstunde in das Gemeindehaus der Andreasgemeinde eingeladen. Denn 10 Jahre Tafelarbeit bedeuten auch 10 Jahre Lebensmittel verteilen anstatt vernichten, sie stehen für ein überaus hohes ehrenamtliches Engagement der Mitarbeitenden und für Solidarität mit Menschen am Rand der Gesellschaft, die mit den Tafellebensmitteln eine Unterstützung in ihrem Alltag erfahren konnten.

 

Der Einladung gefolgt sind die 38 Frauen und Männer des Herschbacher Tafelteams, Edgar Deichmann als 1. Beigeordneter der Verbandsgemeinde Selters, Kathrin Kleck für die Andreasgemeinde Herschbach, Axel Spiekermann für die Ortsgemeinde Herschbach, Pfr. Neiss für die kath. Pfarrei St. Anna sowie einige Ortsbürgermeister.

 

Petra Strunk (Stellv. Leiterin Diakonisches Werk Westerwald) dankte an allererster Stelle den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes und verantwortungsvolles Engagement, ohne das diese Arbeit überhaupt nicht möglich gewesen wäre.  Gleichzeitig hob sie die gute Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde, der Ortsgemeinde, den Kirchengemeinden, Vereinen und Firmen hervor und dankte für die in den 10 Jahren auf vielfältige Weise erfahrene Unterstützung der Arbeit.

 

Bei einem gemeinsamen Abendessen erinnerte Bettina Deimling- Isack (Diakonisches Werk Westerwald) sowohl der Anfänge, als auch an Vieles, was sich in den Jahren ereignet hat. Sie verdeutlichte die Bedeutung eines jeden Mitarbeiters und die Wichtigkeit jeder der vielfältigen Aufgaben für das Gelingen des Ganzen – sei es die Abholung der Lebensmittel und deren Sortierung, die Sprechstundenarbeit und Bedürftigkeitsüberprüfung, die Müllentsorgung oder das Sorgen für Sauberkeit und Hygiene, das Kümmern um das Abholfahrzeug oder die Ausgabe der Lebensmittel an die Kunden.

 

„Lasst uns nicht lieben mit Worten, sondern in Tat und Wahrheit – unter diesem Aspekt sprach Kathrin Kleck in einer kurzen Besinnung über die  Bedeutung des Teilens.

Edgar Deichmann überbrachte den Dank der Verbandsgemeinde für die geleistete und für notwendig erachtete Arbeit, ebenso Pfarrer Neiss für die kath. Kirchengemeinde und Axel Spiekermann für die Ortsgemeinde.  Sie brachten ihre große Verbundenheit mit der Tafelarbeit zum Ausdruck und wünschten weiterhin eine gelingende Zusammenarbeit zwischen dem Diakonischen Werk Westerwald, den Ehrenamtlichen und allen beteiligten Partnern – so dass Tafelarbeit zu Gunsten der betroffenen Menschen weiterhin gut bestehen könne.

 

Nähere Informationen für Menschen, die Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit haben,  beim Diakonisches Werk Westerwald,

Bettina Deimling-Isack, Tel. 02663/9430-51 oder

b.deimling-isack@diakonie-westerwald.de.

Tafel Westerwald

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